Donnerstag, 11. Juni 2009

Schnecken und Raucher

Frohnleichnam, mein erster Urlaubstag und es regnet ...

Wohlwissend, dass es heute so ein Sauwetter gibt, habe ich gestern mein Auto am Büro stehen lassen und bin nach Hause gelaufen. Denn dann muß ich heute entweder das Auto wieder "zu Fuß" abholen, oder Autolos bleiben wenn ich den inneren Schweinhund bei Regen nicht überzeugen kann vor die Tür zu gehen.

Die Strecke ist landschaftlich sehr schön und abwechslungsreich. Gestern bin ich Richtung Blauer See und dann bergauf durch den Oberbusch in Richtung Tiefenbroicher Mark über den Hinkesforst nach Angermund gelaufen. Heute über die Überangermark, durch das Wäldchen am Flughafen vorbei.
Hier traf ich auf eine Horde von riesigen Weinbergschnecken. Sie krochen in alle Himmelsrichtungen über meinen Weg und ich hüpfte so gut es ging über die Kriechtiere hinweg. Da waren sehr große dabei, die bestimmt so an die 15cm lang waren. Sie trugen riesige Häuser. Schon ungewöhnlich so viele auf einmal zu sehen. Geben die mir ein Zeichen, weil ich mit meinem sehr niedrigen Ferritinwert zurzeit auch "rumschnecke" ?? (schmunzel).

Weiter ging es Richtung Grünen See und Silbersee. Diese umlief ich an der Südseite und kam an einem Firmengelände vorbei. Dort fiel mir ein Glashäuschen auf. Es sah aus wie eine große blaue Telefonzelle. Davor standen zwei sehr edle Holzbänke und in dem Glashäuschen stand ein großer Metallascher. Na sowas! Das muß ein Luxusunterstand für Raucher sein. Da soll doch noch einer sagen, den Raucher geht es aufgrund des Rauchverbots schlechter. Und was machen die anderen Mitarbeiter, die nicht rauchen und mal ein Päuschen an der "frischen Luft" machen wollen ? So viel zum Thema "grüne Lunge" ...

Mein Weg führt mich weiter vorbei an dem Eisenzeitlichem Gehöf und dem Gestüt am Ten Eicken, über die Neanderstraße bis zum Voisweg, hier steht mein Auto vor dem Bürogebäude. Das genau wie die Produktionshallen heute, wunderbar still ist und ich genieße, trotz des anhaltenden Regens, meinen ersten Urlaubstag und fahre nach Hause.

Samstag, 6. Juni 2009

Düsseldorf´s schönstes Trainingsgebiet & Wow!

Bei den trüben Wetteraussichten hatte ich heute eigentlich keine Lust auf Outdoorsport, schon gar nicht auf Inline Skaten. Brrrr... gerade mal 9 °C zeigte das Thermometer um 9.00 Uhr an.

Mein Partner, Sebastiaan hat wie jeden Samstag morgen Lauftraining mit den jugendlichen Mittelstrecklern und so habe ich für mich beschlossen auch etwas zu Laufen. Etwas Motivation brauchte ich noch und dachte mir, es eine besonders schöne Laufstrecke her, am besten ich fahre in den Aaper Wald, in Düsseldorf-Rath/Grafenberg.

Mein Ausganspunkt war das Rather Waldstadion. Dies ist eine Bezirksportanlage, die einen guten Startpunkt im Aaper Wald bietet. Von hieraus geht es erst über einen Spielplatz und bereits nach einigen 100 m auf einen schmalen Weg, den Rather Steig, der mich hinauf zum Aaper Höhenweg bringt. Dieser Höhenweg ist einer der Hauptwanderwege im Aaper Wald. Von hier oben hat man an markanten Punkten einen wunderbaren Weitblick, er führt vorbei an einigen Brunnen und kreuzt den einen oder anderen schmalen Pfad der einen tief nach unten blicken läßt. Nach einem kurzen Schlenker geht es für mich talwärts, ich überquere den Bauenhäuser Weg, um gleich wieder bergauf die nächste Kuppel in Angriff zu nehmen. In einem ständigen bergauf und bergab geht es allmählich wieder in die Höhe zur Wolfsaap. Dort gibt es einen Segelflugplatz auf dem heute morgen wieder die Segelflieger starten. Während ich den Flugplatz (müßte man eher -wiese sagen) fast umrunde, starten 3 Segeflieger. Es ist ein interessantes Schauspiel, wie die Segler von einem Traktor angezogen bereits nach kurzer Zeit in großer Höhe ihre Runden fliegen. Schöne Bilder des Flugbetriebes gibt es auf der homepage des Düsseldorfer Aero Klubs zu sehen.

Ich laufe vorbei an einem Wagen mit einer Art Aufbau, der aussieht wie ein Tower, in dem 2 Männer Anweisungen in ein Funksprechgerät geben. Über einen stark abfallenden Schotterweg geht es Richtung Golfplatz und sowjetischen Soldatenfriedhof. Ich laufe durch eine auenartige Landschaft, über einen Bach, vorbei an Tümpeln, einem Bauernhof auf der rechten und linken Seite bis in den Stadteil Ludenberg. Hier muß ich über ein kurzes Stück Hauptstraße, der Bergischen Landstraße (B8). Mein Weg führt mich borbei an den Rheinischen Kliniken mit seinen architektonisch sehr schönen Fassaden. Über eine Fußgängerampel geht´s wieder hinein ins Grün, in den Grafenberger Wald. Hier kann man nach rechts laufend einen anderen Weg einschlagen und einen Abstecher zum Wildpark und zur Galopprennbahn machen. Ich aber laufe weiter geradeaus, lasse auch die schöne Wolfsschlucht links liegen. Es geht weiter über eine kleine Anhöhe, den Trotzhofweg rauf, nach links auf den Grafenberger Höhenweg, um auf einen meiner Lieblingswege zu gelangen. Dies ist ein schmaler Singletrail, der im Kartenmaterial nicht zu finden ist. Auf diesem sehr anspruchsvollen Pfad begegnen mir höchsten mal Mountainbiker, als Läufer oder Wanderer. Ich laufe ständig bergauf und bergab und es geht in Schlangenlinien, gesäumt von viel sattem Grün, wieder auf einen Hauptweg. Diesen laufe ich bis zum Ende und komme zu einem Knotenpunkt in diesem Waldgebiet.
Der Rennbahnstraße/Ecke Fahrneburgstraße und dem Übergang vom Aaper und Grafenberger Wald. Hier befindet sich "das" 4-Sterne-Hotel Rolandsburg, die Einfahrt zur Galopprennbahn und zum Golfplatz, einen Spanier "Zum Trotzkopf", der sehr gut sein soll. Desöfteren habe ich mich schon darüber gewundert, warum die Polizei hier Streife macht, jetzt weiß ich es: Sie bewacht eines von den dortigen Häusern, das von einer jüdischen Familie bewohnt wird.

Es geht weiter mit einem kurzen Blick in die Kastanienallee, die wie der Name schon sagt, von Kastanienbäumen gesäumt ist und zum Haus Roland führt. Ich laufe über den Parkplatz am Bauenhäuser Weg, Treffpunkt des Lauftreffs (AC Düsseldorf) den ich betreue. Dies ist auch ein Ausgangspunkt vieler Ausflügler, hier kann man an einem Stand frisches Bio-Obst u. Gemüse kaufen. Über einen breiten Weg geht es wieder kurz bergauf auf einen Höhenweg Richtung Thomas-Eck, weiter durch den Wald, vorbei an - durch die rote Farbe optisch auffallenden Wasserhydranten. Ich gelange wieder auf den Aaper Höhenweg, den ich wieder bis zum Bauenhäuser Weg laufe, um jedoch dieses Mal nach links abzubiegen und zum Waldrestaurant Bauenhaus komme. Dort biege ich wieder nach links ab und laufe vorbei an der Internation Baptist Church. Hier begegnet mir zwei kleine Kinder, die mir ganz aufgeregt ein kleines weißes Knäul zeigen. Es ist ein junges Kätzchen. Ach wie niedlich. Ich bin zu k.o. um mich lange aufzuhalten und laufe nach einem kurzen Stop weiter. Auf den letzen Kilometern über die Aaper Schneise in Richtung Rather Waldstadion, meinen Ausgangspunkt, treffe ich Sebastiaan mit seinen Athleten. Sie sind genauso k.o. wie ich und durchgefroren.
Ja... warm war es heute wahrlich nicht. Auf den ersten Kilometern hatte ich mir Handschuhe gewünscht, so kalt waren mein Hände.

Kurz bevor ich am Auto wieder ankomme schaue ich auf meine Polar und stelle fest, dass gerade der 20igste Kilometer zurückgemeldet wurde. Wow... soviel bin ich heute gelaufen?

Überglücklich, dass es heute ganz gut ging und froh über die gelaufene Distanz von gut 20km, lasse ich mich ins Auto plumpsen.... denke, wie gut, dass es auch noch andere Fortbewegungsmittel gibt und starte den Motor.

Montag, 1. Juni 2009

Fremdgänger

Seit Ende April hat mich die NM-Allergie fest im Griff und läßt nicht locker. Das Laufen ist für mich derzeit eine Tortour. Es ist leider noch nicht abzusehen, wann sich mein Körper wieder erholt hat.

Das verführt mich zum "Fremdgehen" ...

Am Wochenende stand ich das erste Mal seit Jahren wieder auf 8 Rollen. Mit dem frischen Wind im Rücken habe ich die Wege im Düsseldorfer Norden abgefahren und war begeistert, wieviel Spaß das Skaten doch machen kann.

Demnächst folgen Touren auf dem alten Leinpfad an der Ruhr entlang vom Baldeneysee zum Kemnader Stausee, die mit knapp 90km von der Distanz schon anspruchsvoller ist, aber landschaftlich einiges zu bieten hat.
Berichte u. Fotos werden ebenso folgen.

In der Zwischenzeit wünsche ich Euch, liebe laufende Leser, viel Spaß beim Training.